21.04.2009

RFC auf Facebook:

Logo anklicken

21.04.2009
21.04.2009
09.11.2007
Fußballverrückte Betreuer auf beiden Seiten

Von Woche zu Woche im Regionalfußball stehen Präsidenten, Trainer und natürlich Spieler im Mittelpunkt. Anders verhält es sich aber mit den Delegierten, die, im Normalzufall zumindest, eher im Hintergrund als »gute Seelen« ihrer Vereine arbeiten. Helmut Schröder (42), der Delegierte auf St.Vither Seite, und Dieter Weynand (38), sein Weywertzer Pendant, dürften den Fußballfans allerdings ein Begriff sein…Mit beiden traf sich das Grenz-Echo in dieser Woche zu einem Gespräch.

Von Christian Schmitz (GE)

Helmut Schröder, gebürtig aus Wallerode, inzwischen aber in Amel wohnhaft, kann sich an die Anfänge als Betreuer der ersten Mannschaft gar nicht so recht erinnern: »Ich habe mich nach oben gearbeitet«, schmunzelt Schröder. In verschiedenen Funktionen, u.a. auch als Kassierer, habe er sich schließlich seine Meriten bei der Reserve verdient, die Meister geworden sei. »Allerdings kann ich nicht genau sagen, ob ich seit sieben oder erst sechs Jahren dabei bin.« Schröder hat in dieser Zeit viel erlebt: Abstieg in die 3.Provinzklasse, beinahe Absturz in die 4. und die Wiederaufstiege bis in die höchste Klasse der Provinz Lüttich.

Ich werde noch einige Jahre dabei bleiben, bis eines Tages jemand sagen sollte, dass ich nicht mehr zu kommen brauche.« Seit dem Weywertzer Aufstieg in die 1. Provinzklasse (2001) ist Dieter Weynand bei den Schwarz-Gelben dabei. »Während der Meisterfeier habe ich das Amt von Bernie Boemer übernommen. Ich habe gesagt, ich werde es zehn Jahre, also noch bis 2011, machen. In dieser Zeit sollen möglichst viele eigene Spieler eingebaut werden«, begründet Weynand seinen Ansporn.

Vorgänger vertritt Dieter Weynand

Sein Vorgänger vertrat Weynand in den letzten Wochen und heute Abend ein letztes Mal, denn der etatmäßige Delegierte ist für vier Wochen gesperrt worden - die Suspendierung läuft in St.Vith ab. »In Chênée hat der Schiedsrichter eine Fehlentscheidung getroffen und den eigenen Linienrichter bei einer Eckballentscheidung überstimmt. Dadurch haben wir den Ausgleich kassiert«, erklärt Weynand. Danach habe er sich eine Bemerkung erlaubt. Helmut Schröder kennt solche Situationen, versucht aber seit einigen Jahren, sich nach den Spielen zu beherrschen.

Delegierter zu sein, reicht beiden offensichtlich nicht, denn sowohl Schröder als auch Weynand, der außerdem die Junioren betreut und als Platzwart am Weddemer Weg fungiert, haben noch andere Funktionen. Zu den vielen positiven Erfahrungen gehören für beide die Vereinsausflüge oder im Fall von Dieter Weynand das Trainingslager in Hennef (D).

»Natürlich ist es etwas ganz Besonderes, zweimal in Folge Meister zu werden«, ergänzt Schröder mit etwas Wehmut in der Stimme. »Noch heute herrscht zwischen den Spielern, die das erlebt haben, ein besonderer Zusammenhalt.« Diesen betont auch Dieter Weynand beim KFC Weywertz - die Akteure seien nicht nur Mitspieler, sondern auch privat gut befreundet. Im Rückblick gibt es für beide aber auch negative Erlebnisse. »In den letzten beiden Jahren zweimal Zweiter zu werden, hat schon weh getan. Da hatte ich einige Tage zu knabbern. Vor allem für Gilbert Diffels hat es mir Leid getan, dem zum Abschluss seiner Trainertätigkeit in Weywertz der Meistertitel verwehrt geblieben ist«, sagte Weynand.

Auch Helmut Schröder ärgert sich: »Ich bin kein richtiger St.Vither, fühle mich aber als solcher. Ich lebe für den Verein und kann nicht verstehen, warum einige Außenstehende manchmal stänkern, statt den Weg der Zusammenarbeit zu suchen. In solchen Situationen muss man sich zusammenreißen, um nicht auszuflippen.«

Was den Saisonverlauf angeht, sprach der Trend zuletzt gegen St.Vith - mit drei von 18 möglichen Punkten. »Dabei ist in den letzten Woche nicht alles schlecht gewesen. Katastrophal ist die Bilanz keineswegs, aber um ganz oben mitzuhalten, reicht das natürlich nicht. Gerhard Johanns hat aber immer gesagt, dass ein Sportler immer auch eine Durststrecke durchleben muss.«

Weywertz dagegen hat nach nur einem Punkt von neun möglichen in die Erfolgsspur zurückgefunden. »Wir haben mit einem neuen Trainer, der eine Siegermentalität vorgibt, bei null angefangen, und die Bilanz ist zufriedenstellend«, sagte Weynand. In den Spielen in Montegnée (0:1) und Elsaute (0:3) habe sich jedoch gezeigt, dass man jede Woche seine Leistung bringen muss.

Und beide sind sich einig: »Das Niveau in der 1. Provinzklasse ist höher als in der letzten Saison.« Deshalb, so erklärt Helmut Schröder, sei er beispielsweise mit dem Unentschieden vor zwei Wochen bei einem nur vermeintlich schwachen Oreye zufrieden gewesen.

»Patrick Dries wird uns unheimlich fehlen«


Und wie wird das Derby? »Patrick Dries wird uns unheimlich fehlen. Er ist ein Turm - nicht nur wegen seiner Größe«, so Schröder. Von den personellen Problemen möchte sich Weynand nicht blenden lassen. »Im letzten Jahr war es genau so, und wir haben verloren. Die Diskussion führt immer dazu, dass man den Gegner unterschätzt. Wichtig bei uns ist, dass Sascha Sarlette Senior wieder spielt.« Und Weynand bricht eine Lanze für Manuel Schumacher: »Er macht eine schwierige Phase durch, ich bin mir aber sicher, dass er noch wichtige Tore erzielen wird.«

Die starke Offensive zeichne Weywertz aus - einen Torjäger gebe es allerdings nicht. Helmut Schröder wünscht sich seinerseits »von Herzen«, dass Christoph Roderburg an die Leistung des letzten Heimspiels gegen Weywertz anknüpfen kann. »Er hat in den letzten Jahren immer gern gegen Harald Heinen gespielt. Ich bin optimistisch und tippe auf einen 1:0-Sieg.« Weynand hält dagegen: »Wir gewinnen mit 3:1.« Auflösung heute Abend, so der Wettergott will.
Resultate
1. Mannschaft
04. Oktober 2020
2
RFC St.Vith
1
Elsenborn
21.04.2009

      SPIELPLAN

 

 

 

21.04.2009

    Statistik aller Spieler

       LOGO anklicken